Warum ist Schwarzwaldkräuter nicht Bio-zertifiziert?

MEHR BIO als aus WILDSAMMLUNG geht NICHT. Insofern erfüllt Schwarzwaldkräuter mehr als die Vorschriften nach den EG Bio-Richtlinien, wenn es um die Wildkräuter geht.

Die Absicht bzw. der Wunsch ist da, jedoch ist es nicht erforderlich gute Qualität noch besser durch ein Siegel verkaufen zu müssen, welches nur eine Basisqualität darstellt. Damit möchte ich mich nicht vergleichen. Durch die jährlichen Kontrollen wäre hier auch ein Preisaufschlag nötig. Das muß nicht sein.

Zudem erfolgt bei meinen Wildkräutern kein Anbau, sie wachsen nur dort, wo die Pflanzen ihre geeigneten Standorte gefunden haben. Was besseres gibt es nicht.

Sie können sich bei Produkten von Schwarzwaldkräuter darauf verlassen, daß:

 1. nur was auf der Verpackung steht, auch enthalten ist! Alle Produkte sind vegan und enthalten keinerlei Zusätze wie nicht kennzeichnungspflichtige Stoffe, Aromen, Gentechnik oder sonstigem aus Industrie und Forschung.

 2. alle eigenen Produkte von der Herstellung bis zum Verkauf in Handarbeit gefertigt werden (Kräuter z.B. aus Wildsammlungen und die weiteren Zutaten sind bei bestimmten Produkten wie Pesto, Aufstrichen, Essig, Kräutersalz aus biologischem Anbau … und es werden mehr).

 3. demzufolge alles seine Zeit braucht, da hier keine Massenware entsteht. Wir bitten um ihr Verständnis für evt. Lieferengpässe bzw. –ausfälle.

 

Betrug mit dem Biosiegel...hier ein Beispiel aus der Wirklichkeit

Kontrolleur: “Ach wissen sie, zu gewissen Zeiten gehe ich gar nicht in bestimmte Betriebe.”

Kunde, der gerade Bio-kontrolliert wird: “Und warum nicht?”

Kontrolleur: “Weil ich weiß, was da gerade läuft.”

 tatsächliche Aussage eines Ökostellenkontrolleurs zu einem Kunden, der sich gerade einer Ökokontrolle unterzieht.

Warum kann so etwas passieren?

Jedes Unternehmen, welches gerne ein Bio-Siegel hätte, kann sich bei diversen Ökokontrollstellen ein Preis-Leistungs-Angebot einholen lassen. Diese Kontrollstellen sind gewerbliche Unternehmen, dass wie jedes andere auch Gewinne erwirtschaften muß, um am Markt zu bleiben. Das beauftragende Unternehmen bezahlt ja dann auch jährlich für die Kontrolle. Es liegt auf der Hand, dass das zahlende Unternehmen irgendwann auch mal zu Mitteln greift, allein auch schon um seinen Ertrag zu sichern, und diverse Absprachen mit dem zuständigen Ökokontrolleur sich einschleichen.

 

Die Crux mit dem Bio-Boom

 

Heinrich Thiemann von Wiesengold ist derzeit der größte Hersteller von Bio-Eiern in Deutschland, zu seinen Kunden zählen die großen Supermarktketten. Das Idyll vom Bio-Bauern, der noch jedes seiner Hühner mit Namen kennt, ist für ihn eine Illusion. Nur mit einer geradezu industriellen Produktion lässt sich der gestiegene Bedarf an Bio-Produkten heute überhaupt noch decken.

 

"Der Bio-Markt ist aus seiner Nische herausgekommen. In Deutschland werden immer mehr Bio-Produkte verlangt, auch im normalen Lebensmittel-Einzelhandel. Darum müssen wir andere Strukturen schaffen, um diese Nachfrage täglich zu bedienen", sagt Heinrich Tiemann, Geschäftsführer von Wiesengold.

 

Wachsender Bedarf

Der Bedarf an Bio-Produkten wird noch weiter steigen. Auch weil Discounter wie Aldi, Penny und Plus immer häufiger "Bioprodukte" anbieten. Das sechseckige EU-Bio-Siegel soll dem Kunden zeigen: Diese Produkte kann man mit gutem Gewissen genießen. Doch ist das wirklich so? Ernährungswissenschaftlerin Annette Sabersky geht mit WISO einkaufen, sie kennt sich mit Lebensmitteln und ihren Inhaltsstoffen aus. In einem Erdbeer-Joghurt zum Beispiel kommt der Geschmack nicht nur von reifen Erdbeeren, sondern ebenfalls von einem Aroma, wie es kleingedruckt in der Zutatenliste steht.

"Denken Sie nicht, dass die natürlichen Aromen aus frischen Erdbeeren stammen. Diese werden in der Regel aus pflanzlichen Stoffen gewonnen, zum Beispiel aus Lignin, das ist ein Holzstoff. Und das erwartet man natürlich nicht in einem Erdbeer-Jogurt und schon gar nicht in einem Bio-Erdbeer-Jogurt", sagt Annette Sabersky.

 

Appetitliches Aussehen

 In einer Bio-Schlagsahne findet Annette Sabersky den Zusatzstoff Carrageen, dieser lässt die Sahne wochenlang appetitlich aussehen. Dazu Annette Sabersky: "Der wird eingesetzt, damit sich das Fett nicht oben auf der Sahne absetzt." In der Wissenschaft ist Carrageen umstritten.

 

"Wenn sie solche Produkte bei hohen Temperaturen sehr lange köcheln, dann können Bruchstücke der Carrageene entstehen. Diese Bruchstücke haben sich im Tier-Experiment als toxikologisch bedenklich erwiesen", sagt Dr. Hermann Kruse von der Universität Kiel.

 

Kruse erklärt weiter: "Bei den Tests konnte gezeigt werden, dass die Bruchstücke das Immunsystem schwächen und auch zu Geschwüren führen können. Selbst beim Menschen hat man beobachten können, dass durch diese Abbauprodukte des Carrageens auch vorhandene, chronische Darmentzündungen sich verschlimmert haben."

 

Bedenkliches Pökelsalz

Anderes Beispiel: In einer Wurst steckt Natriumnitrit, auch Nitritpökelsalz genannt. Dieser Konservierungsstoff hält viele Bio-Wurstsorten frisch. Wenn zu viel davon in der Wurst steckt, kann dieses Natriumnitrit jedoch gefährlich sein.

“Es kann im Magen mit anderen Produkten zur Bildung von hochgiftigen Nitrosaminen kommen. Wir wissen in der Toxikologie sehr genau, dass diese Nitrosamine eindeutig beim Menschen krebserzeugend sind", so Dr. Hermann Kruse.

 

Erlaubte und verbotene Zusatzstoffe

 Produkte mit dem EU-Biosiegel sind offenbar nicht ohne Risiko. Verbraucherschützer fordern schon lange, fragwürdige Zusatzstoffe in Bio-Produkten zu verbieten. Andere große Bio-Siegel legen strengere Richtlinien an. Das EU-Bio-Siegel erlaubt großzügig 47 Zusatzstoffe, darunter auch die fragwürdigen Carrageen und Nitritpökelsalz. Das Siegel "Bioland" erlaubt nur 25 Zusatzstoffe. Darunter fallen nicht Carrageen und Nitritpökelsalz, sie sind verboten. Und beim Anbauverband Demeter gibt es gar keine Zusatzstoffe.

 

"Das EU-Biosiegel ist eine Basisqualität und insofern kann man sich hier verlassen auf bestimmte Kriterien wie keine Gen-Technik, Tierschutz und ähnliches. Aber es ist eben nur eine Basis-Qualität - nicht mehr und nicht weniger", sagt Barbara Hohl von Foodwatch.

 Markus Resch und Christina Maria Pfersdorf

Quelle: http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/23/0,1872,5247511,00.html

weitere Informationen werden noch folgen...